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Das Regelwerk

Dieser Abschnitt beschreibt die Richtlinien für die Tryton Community, die wesentlich lockerer sind als die Richtlinien von tryton.org. Die Community-Mitglieder und Mitwirkenden werden über detailliertere Regeln entscheiden, wenn sich das Projekt weiterentwickelt.

Um das Tryton Community für Viele attraktiv zu machen, gelten nur wenige Regeln:

Regeln

Benutzerdokumentation

Tryton Community legt besonderen Wert auf Anwenderfreundlichkeit, auch für Menschen ohne Programmierkenntnisse. Die Idee code is documentation genügt uns nicht. Jedes Projekt muss daher eine README-Datei enthalten, in der beschrieben ist:

  • was tut das Modul/Programm/Skript, für welchen Zweck wurde es verfasst,

  • wie wird es installiert, was ist dabei zu beachten,

  • wie wird es konfiguriert, welche Eingaben müssen wo vorgenommen werden,

  • wie wird es bedient, welche Schritte sind notwendig, um es zu nutzen.

Wenn Du Unterstützung brauchst, um diese Anforderungen zu erfüllen, helfen wir gerne.

Ein Projekt, das noch in Arbeit ist und aufgenommen werden möchte, muss in der README-Datei zumindest eine kurzen Beschreibung seines Zwecks enthalten. Ein einziger Satz reicht dafür in der Regel nicht aus. Nach Fertigstellung muss die README-Datei geändert werden, um den oben genannten Anforderungen zu entsprechen.

Finanzierung von Fehlerbehebungen und Weiterentwicklung

Tryton Community möchte ein Ort sein, wo von Anwender.innen gewünschte Funktionen, die im Tryton Kern (noch) nicht realisiert wurden, Wirklichkeit werden können.

Konzeption und Gestalt neuer Funktionen sollten vorab im Tryton-Forum diskutiert werden.

Tryton Community ist fest von FOSS überzeugt, glaubt aber nicht an "frei wie Freibier". (Weiter-) Entwicklungen kosten Geld, weil auch Entwickler.innen ihre Rechnungen bezahlen müssen.

Tryton Community ermutigt daher Verfasser.innen von Verbesserungsvorschlägen und Fehlerberichten, auch einen monetären Beitrag für die Lösung des Problems anzubieten. Dieser muss den zu erwartenden Aufwand nicht vollständig abdecken. Vielmehr ist es erwünscht, daß sich andere Community-Mitglieder an der Finanzierung dieser Projekte beteiligen und in dem betreffenden issue ebenfalls einen Betrag anbieten.

Tryton Community wird vorläufig die finanziellen Beiträge informell (per E-Mail) verwalten. Wir arbeiten an einer einfacheren Lösung hierfür.

Lizenzen

Projekte müssen unter einer Freien- oder Open-Source-Lizenz lizenziert sein. Wir empfehlen, eine von AGPLv3-oder-neuer, GPLv3-oder-neuer, LGPLv3-oder-neuer oder FDLv1.3-oder-neuer zu verwenden. Ohnehin wird die Lizenz mit Tryton kompatibel sein müssen, das GPLv3-or-later verwendet.

Tests

Software-Projekte müssen innerhalb von 3 Monaten nach Erstellung des Projekts eine minimale Test-Suite enthalten. Für Module muss die Test-Suite zumindest die Standardtests der ModuleTestSuite enthalten.

  • Module, die alle Tests bestehen, werden mit "Tests bestanden" gekennzeichnet.

  • Module, die den Test nicht bestehen, werden mit "Tests nicht bestanden" gekennzeichnet.

  • Module, die keine Test-Suite enthalten, werden als "nicht testbar" gekennzeichnet und nach einiger Zeit in den „Dachboden“ verschoben.

Es wird empfohlen, die Tryton-Codierungsrichtlinien zu befolgen.

Tryton-Module

Für Module gilt:

  • Neue Projekte müssen mindestens die letzte Tryton-LTS-Version (Version X.0.*) oder neuer unterstützen.

  • Für jede Hauptversion (Version X.Y.*, wobei Y gerade ist), die das Modul unterstützt, wird ein zusätzlicher Branch erstellt.

  • Um die Stabilität zu gewährleisten, sind Änderungen an der Datenbankstruktur nur in Entwicklungsversionen erlaubt (Version X.Y.*, wobei Y ungerade ist). Sobald eine Hauptversion veröffentlicht wird (Version X.Y.0, wobei Y gerade ist) muss die Datenbankstruktur für alle Veröffentlichungen dieser Hauptversion beibehalten werden.

Projektspezifische Regeln

Jedes Projekt in der Tryton Community kann seine eigenen Prozesse und speziellen Regeln aufstellen, solange diese nicht im Widerspruch zu den Regeln der Tryton Community oder des Heptapod FOSS Hosting Service stehen.

Nicht-Regeln

  • Da höchst unterschiedliche Auffassungen existieren, was "Code-Qualität" bedeutet, werden hierzu keine spezifischen Anforderungen formuliert. Wer mit der Qualität eines Projektes nicht zufrieden ist, ist eingeladen, diese zu verbessern.

  • Es besteht keine Verpflichtung für die Betreuer, ihre Module auf neuere Hauptversionen zu migrieren. Module, die nicht migriert wurden, sind eben solange nicht für neue Hauptversionen verfügbar, bis sie jemand migriert.

  • Module, die nicht auf eine der derzeit unterstützten Hauptversionen von Tryton migriert werden, werden als „ungewartet“ markiert und nach einiger Zeit in den „Dachboden“ verschoben.

  • Projekte können selbst wählen, welches Versionskontrollsystem sie verwenden. Allerdings empfehlen wir Mercurial zu verwenden, insbesondere für Tryton-Module.

  • Es steht den Projekten frei, mehrere zusammengehörige Module wie in einem kleinen Mono-Repo zu verwalten.